Therapiestelle Lungau mit Josefine Angermann nun vollständig

Nachdem die Ergotherapiestelle im Lungau ein Jahr unbesetzt war, konnte sie nun mit der Tamswegerin Josefine Angermann wieder besetz werden. „Es war immer mein Traum, als Ergotherapeutin sowohl mit Kindern als auch in der Neurologie zu arbeiten. Dass sich diese Chance ausgerechnet in meiner Heimat Lungau auftut, hätte ich mir nie träumen lassen“, so Angermann.

AVOS Prävention und Gesundheitsförderung wickelt im Auftrag des Landes Salzburg und der Sozialversicherungsträger unterschiedliche gesundheitsfördernde und präventive Programme im gesamten Bundesland Salzburg ab, darunter sind auch die beiden Therapieprogramme – „Therapie für Kinder mit Entwicklungsstörungen im Vorschulalter“ und „Ambulante Rehabilitation von Schlaganfall-PatientInnen“.

Neben der Ergotherapeutin Josefine Angermann arbeiten unter der ärztlichen Leitung von Frau Dr. Elisabeth Retter, Neurologin in Tamsweg, Physiotherapeutin Ingrid Brüggler und Logopädin Maria Praschl für und mit den Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben. „Jeder Mensch hat nach einem Schlaganfall unterschiedliche Einschränkungen, die ihn /sie daran hindern, den Alltag problemlos zu bewältigen. Unser interdisziplinäres Team ist eine ideale Unterstützung für alle Menschen, egal ob der Schlaganfall gerade erst passiert ist oder bereits vor geraumer Zeit. Egal ob die Menschen schwer betroffen sind, vielleicht sogar bettlägerig, oder nur mehr Restsymptomatiken haben, wir unterstützen sie dabei, ihren Alltag wieder nach eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Zielen gestalten zu können. Dabei ist es auch hilfreich, dass wir neben den Terminen in unserem Therapieräumen auch Hausbesuche anbieten können“, sagt Physiotherapeutin Ingrid Brüggler.

Alltagskompetenzen zu stärken ist auch Ziel in der Therapie mit Kindern. „Zwischen dem dritten und dem sechsten Lebensjahr machen Kinder eine unglaubliche Entwicklung durch, sie erlernen sehr viele Fertigkeiten und eigenen sich Fähigkeiten an, auf die sie in ihrem weiteren Leben bauen können. Finden diese Entwicklungen nicht in ausreichendem Ausmaß statt, ist die weitere Entwicklung der Kinder beeinträchtigt“, so Dr. Ernst Wenger, ärztlicher Leiter des Programms „Therapie für Kinder mit Entwicklungsstörungen im Vorschulalter.

Ergotherapeutin Josefine Angermann und Logopädin Maria Praschl arbeiten in diesem Therapieprogramm eng zusammen. „Für Kinder ist es besonders wichtig, dass sie bis zum Schuleintritt gelernt haben, mit ihren Entwicklungsstörungen umzugehen, denn es ist trotz Therapie nicht immer möglich, vorhandene Entwicklungsstörungen ´wegzutrainieren´“ so Ergotherapeutin Josefine Angermann. „Wenn Kinder lernen, wie sie mit ihrer Entwicklungsstörung im Alltag zurechtkommen, ist das ein wichtiger Schritt. Daher ist es wichtig, Entwicklungsstörungen rechtzeitig vor Schuleintritt zu erkennen und gezielte therapeutische Maßnahmen anzunehmen. Neben KinderärztInnen sind besonders KindergartenpädagogInnen wertvolle PartnerInnen für die Eltern, die mit ihrem großen Erfahrungsschatz oft als erste mögliche Entwicklungsstörungen erkennen“, weiß auch Logopädin Maria Praschl.

Durch die Förderung von Land Salzburg und Sozialversicherungsträgern entsteht für PatientInnen bei beiden Therapieprogrammen kein Selbstbehalt für alle Termine die in den AVOS Räumlichkeiten stattfinden. Bei Hausbesuchen wird ein Selbstbehalt eingehoben, außer bei den Personen, die von der Rezeptgebühr dauerhaft befreit sind.