Sommerhitze - wie man für Abkühlung sorgen kann

Ich wollt, ich wär ein Kamel...sagen sich zurzeit wohl viele Menschen, die unter der Sommerhitze leiden. Denn Kamele sind hervorragend an die extremen Bedingungen der Wüsten angepasst. Sie können einen Wasserverlust bis zu einem Viertel des Körpergewichts ertragen, ohne Schaden zu nehmen. Für einen Menschen wären bereits zehn Prozent lebensgefährlich. Außerdem können Kamele ihre Körpertemperatur um bis zu neun Grad verändern. Oft schwankt sie zwischen 34 Grad Celsius in der Nacht und 42 Grad in der Tageshitze. So schwitzen sie am Tag weniger und sparen ebenfalls Wasser. Die erhöhte Körpertemperatur sorgt am Tag auch für ein geringeres Temperaturgefälle zwischen Körpertemperatur und Luft. Die Wärme wird dann nur langsam aus der heißen Außenluft in den Körper geleitet.

Steigen bei uns Menschen jedoch die Temperaturen am Arbeitsplatz zu unangenehmer Hitze an, wird unser Wohlbefinden – je nach Luftfeuchtigkeit, Luftgeschwindigkeit und Wärmestrahlung – beeinträchtigt. Ermüdung und Konzentrationsmängel treten auf, die Leistungskurve macht einen Knick, die Gefahr von Fehlleistungen steigt.Flüssigkeits- und Elektrolytverluste bringen unseren Organismus aus dem Lot. Werden dabei unsere Kompensationsmechanismen ausgeschöpft, kann es zu weiteren gesundheitlichen Beschwerden kommen. Kopfschmerzen und Übelkeit, schneller Puls, Blutdruckabfall - bis hin zu Kollaps und Muskelkrämpfen - können auftreten.

So können Sie sich helfen
  • Kühlung: Durch Zufuhr von kühler Luft mittels Klimaanlage, Kühlgeräten oder Ventilatoren (Temperaturunterschied zwischen innen und außen maximal 4° C).
  • Achtung: Zugluft vermeiden!
  • Durch nächtliche Lüftung: rechtzeitiges Schließen der Fenster, wenn die Sonne kommt..
  • Abschalten von Wärme produzierenden Geräten über Nacht
  • Umgestaltung der Arbeitsdauer und Einsatzzeiten, Arbeitsunterbrechungen und Erholzeiten.
Was kann man selber tun?
  • Leichte, wärme- und feuchtigkeitsdurchlässige Kleidung bevorzugen, aus Naturfaser und nicht eng anliegend
  • Bewusstes Trinken von ausreichend „Hitzegetränken“ (Kräutertees, verdünnte Fruchtsäfte, nicht zu kalt und wenig Zuckerzusatz, mind. 2 Liter)
  • Meiden Sie alkoholischer Getränke und reduzieren Sie den Kaffeegenuss

Zum Trost: die nächste Abkühlung kommt bestimmt!