Warum ist es wichtig, sein Kind impfen zu lassen?

Eine Impfung schützt das Kind vor einer Reihe schwerer Krankheiten. Die Impfung bewirkt, dass das Immunsystem des Körpers auf den Impfstoff reagiert und Abwehrstoffe gegen den jeweiligen Krankheitserreger gebildet werden.

Der Nutzen übertrifft das Risiko von Nebenwirkungen

Impfungen stehen gelegentlich im Kreuzfeuer der Kritik, weil sie zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können. Eltern sollten jedoch bedenken, dass das Risiko ernsthafter Nebenwirkungen bei Impfungen gering ist, wenn man sie mit den Krankheiten vergleicht, vor denen die Impfungen schützen. Z.B. unterschätzen viele Eltern die Masern als harmlose Kinderkrankheit, ja manche sind sie sogar der Ansicht, dass eine Maserninfektion für Kinder ungefährlich sei und für das kindliche Immunsystem gesünder als eine Impfung. Gerade das Beispiel Masern zeigt, wie gefährlich Komplikationen sein können: Eine der schrecklichsten Komplikationen ist die Masern-Enzephalitis, eine Hirnentzündung. Diese kann mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:500-1000 auftreten, hinterlässt oft bleibende Schäden und endet nicht selten tödlich. Das Problem ist, dass Kinder, die nicht geimpft sind, nicht nur sich selbst, sondern auch andere nicht geimpfte Kinder in Kindergärten und Schulen gefährden können. Mit steigenden Impfraten in der Bevölkerung nimmt für die Nicht-Geimpften das Risiko zu, erst als Jugendliche oder Erwachsene an Krankheiten wie Mumps, Masern oder Röteln zu erkranken. Je älter die Erkrankten sind, desto schwerwiegender sind die Komplikationen.

In welchem Alter soll mit den Impfungen begonnen werden?

Mit den Impfungen sollte im Säuglingsalter so früh wie möglich begonnen werden, um möglichst früh einen Impfschutz aufzubauen (siehe Österreichischer Impfplan). Denn die meisten Krankheiten, gegen die wir impfen, sind gerade im frühen Säuglingsalter gefährlich, insbesonders Keuchhusten und Haemophilus influenzae Typ b-Erkrankungen. Ausserdem ist besonders bei Impfungen im Kindesalter die Ausbildung des Impfschutzes oft um vieles besser als im Erwachsenenalter.

Eliminierung von Erregern

Bis zum Jahr 2007 sollen z.B. die Masern nach einem Plan der WHO in Europa durch gezielte Impfprogramme ausgerottet sein. Das gelingt nur, wenn möglichst alle Kinder an der Impfung teilnehmen. Um einen Erreger auszurotten, benötigt man allerdings Impfraten von über 95 Prozent im ersten und zweiten Lebensjahr. Hier liegt das Problem. Es wird trotz des positiven Trends noch immer zu wenig und zu unvollständig geimpft. Anders in Skandinavien, dort gelang es die Masern weitestgehend mit Impfungen zu eliminieren.