Weltkrebstag am 4. Februar: an Melanom-Vorsorge denken!

Zum internationalen Weltkrebstag am 4. Februar rückt die heimtückische Krankheit einmal mehr verstärkt ins öffentliche Bewusstsein. Steigenden Patientenzahlen stehen die stete Verbesserung der Behandlungsmethoden und damit auch steigende Heilungschancen gegenüber. Eine Prognose zur Entwicklung der Krebserkrankungen in Österreich rechnet bis 2030 mit einem Anstieg um 14 Prozent, derzeit gibt es hierzulande pro Jahr etwa 38.000 Neuerkrankungen. Umso mehr ein Grund, sich durch Vorsorgemaßnahmen gegen diese Krankheit zu schützen. Neben dem bundesweiten Mammografie-Screening gibt es im Land Salzburg ein österreichweit einzigartiges medizinisches Vorsorgeprogramm: die Melanom-Früherkennung von AVOS Prävention & Gesundheitsförderung im Auftrag des Gesundheitsressorts des Landes Salzburgs, aktuell unter der medizinischen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer. 

Dabei können sich alle SalzburgerInnen (mit Wohnsitz in Salzburg) ab dem vollendeten 15. Lebensjahr einmal jährlich kostenlos bei niedergelassenen Salzburger DermatologInnen mit Kassenvertrag beraten und untersuchen lassen, RisikopatientInnen sogar zweimal jährlich. Im Jahr 2015 wurden 20.470 Früherkennungsuntersuchungen durchgeführt, darunter gab es  65 klinisch diagnostizierte Melanome. „Besonders Kinder sind gefährdet, denn häufige Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen das Risiko, später Hauptkrebs zu bekommen“,  Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer, Leiter der Uni-Klinik für Dermatologie am LKH Salzburg. Umso wichtiger seien entsprechenden Hautschutz-Maßnahmen. „Europaweit ist in den vergangenen 30 Jahren generell ein erhöhtes Melanom-Risiko zu verzeichnen, besonders natürlich in den südlichen Ländern“, so Bauer.  Durch das Früherkennungsprogramm könne ein hoher Anteil der malignen Melanome frühzeitig erkannt werden. Mit vergleichsweise geringen Finanzmitteln erhöht das Programm damit die Heilungschancen von Betroffenen, wodurch sich hohe Therapiekosten verringern bzw. vermeiden lassen. Gefördert vom Land Salzburg und den Sozialversicherungsträgern.